Erfolgreiches Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft am Niederrhein

Foto: FLUXANA GmbH & Co. KG

Zwei erfolgreich in den Markt eingeführte Produkte sind das greifbare Ergebnis der Kooperation zwischen der FLUXANA GmbH & Co. KG in Bedburg-Hau und der Hochschule Rhein-Waal: In der 2012 begonnenen Zusammenarbeit wurden die Grundlagen für die Entwicklung eines inzwischen patentierten Schmelzofens sowie von Schmelztiegeln aus Quarz für die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) gelegt. Für beide Produkte verzeichnet das auf die Betreuung von RFA-Anwendern spezialisierte Unternehmen mittlerweile rege Nachfrage.

Die RFA wird unter anderem in der Baustoffindustrie eingesetzt, um die Zusammensetzung von Zement beispielsweise im Rahmen der Qualitätskontrolle zu bestimmen. Um sie per RFA analysieren zu können, wird die Materialprobe in einem Ofen in Glas „umgewandelt“. Das Problem solcher Schmelzaufschlüsse: Das Entweichen einzelner Elemente beim Schmelzvorgang kann zu Messungenauigkeiten führen. Eine weitere Fehlerquelle liegt im Abgießen der Glasschmelze von Hand. Und genau hier setzte die Idee von FLUXANAGründer und -Geschäftsführer Dr. Rainer Schramm an. „Wir wollten neue Geräte zur automatischen Herstellung von Schmelzaufschlüssen sowie verbesserte Verfahren entwickeln und suchten einen Partner, der uns dabei unterstützt“, beschreibt er die Intention, mit der er damals an die Hochschule herangetreten war. Und gleich auf Begeisterung stieß: Prof. Dr. Marie-Louise Klotz sagte sofort zu und arbeitete gemeinsam mit ihrem Team, Dr. Myint Myint Sein, Dr. Jun Xu, David Staschko und Prof. Dr. Alfred Golloch, vier Jahre lang Hand in Hand mit den Spezialisten aus Bedburg-Hau.Dank der Forschungsergebnisse konnte FLUXANA schließlich den Schmelzofen mit Autosampler
für die automatische Beschickung und Probenentnahme bauen. Dr. Rainer Schramm: „Diese Technik und die entwickelten Quarztiegel, die anstelle der herkömmlichen Platin-Gold-Tiegel verwendet werden, ermöglichen es uns, neue Anwendungsgebiete innerhalb der RFA zu erschließen.“ Die Quarztiegel haben FLUXANA und Hochschule gemeinsam zum Patent angemeldet.

"Projekte wie diese sind mit großem finanziellen Risiko verbunden. Ohne die ZIM- Förderung hätten wir die notwendige Grundlagenforschung in dieser Form nicht leisten können. Das bedeutet, wir hätten jetzt weder unseren international patentierten Schmelzofen noch den daraus resultierenden weltweiten Wettbewerbsvorsprung."
Dr. Rainer Schramm, Geschäftsführer der FLUXANA GmbH & Co. KG, Bedburg-Hau

"Es war eine große Freude, mit FLUXANA zusammenzuarbeiten. Nicht nur aus fachlicher Sicht sind Projekte wie diese für uns als Hochschule wichtig. Denn so können wir Drittmittel generieren, um beispielsweise Labore auszustatten oder Mitarbeiter einzustellen – Voraussetzungen, um unsere Forschungskompetenz weiter ausbauen zu können."

Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Wissenschaftliche Projektleiterin, Hochschule Rhein-Waal, Fakultät Technologie und Bionik, Kleve

FÖRDERUNG
Die insgesamt vierjährige Zusammenarbeit zwischen FLUXANA und der Fakultät Technologie und Bionik an der Hochschule Rhein-Waal wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Zwei ZIM-KOOP-Projekte wurden in den Jahren 2012 bis 2016 durchgeführt.

Kontakt

Innovationspartner Niederrhein
Carina Culotta, Projektkoordination
Friedrichstraße 40
41460 Neuss
Telefon: 02131 9268-542
Mail: culotta@neuss.ihk.de
Internet: https://www.ihk-krefeld.de/

Kontakt zum Unternehmen

Dr. Rainer Schramm
Geschäftsführer der FLUXANA GmbH & Co. KG, Bedburg-Hau
Mail: info@remove-this.fluxana.remove-this.de
Internet: https://fluxana.de/

Prof. Dr. Marie-Louise Klotz
Wissenschaftliche Projektleiterin,, Hochschule Rhein-Waal,Fakultät Technologie und Bionik, Kleve
Telefon: 02821/806739771
Mail: marie-louise.klotz@remove-this.hochschule-rhein-waal.remove-this.de
Internet: https://www.hochschule-rhein-waal.de/de