Neue Märkte dank neuer Technologie

Foto: DURUM Verschleißschutz GmbH

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Willicher DURUM Verschleißschutz GmbH und der Hochschule Niederrhein in Krefeld führte zur Entwicklung einer Technologie, die anstelle des Laserauftragschweißens eingesetzt werden kann. Das Laserauftragschweißen wird beispielsweise angewendet, wenn durch Verschleiß entstandene Schäden an großen Maschinen repariert werden müssen.

„Laserauftragschweißungen sind qualitativ hochwertig, haben aber ihren Preis. Unsere neue Technologie ist dagegen wesentlich kostengünstiger und damit wirtschaftlicher einsetzbar. Bei gleicher oder sogar besserer Qualität“, erklärt Prof. Dr.-Ing. habil. Johannes Wilden vom Kompetenzzentrum Surface Technologies Applied Research der Hochschule Niederrhein.

Entwickelt wurde sowohl die Prozesstechnik, das sogenannte Laser-Like-PTA-Auftragschweißen (LLP), als auch der Werkstoff, das Plasmapulver. „Unsere Aufgabe war es, die von der Hochschule Niederrhein geschaffenen Grundlagen für die Legierungsentwicklung und die Modifikation der Schweißbrenner unter realen Bedingungen zu prüfen und für die industrielle Anwendung zu optimieren“, fasst der Leiter Forschung und Entwicklung beim Spezialisten für Verschleißschutzlösungen DURUM, Dr. Frank Schreiber, zusammen.

Die LLP-Prozesstechnik wurde bereits an  in- und ausländische Kooperationspartner verschiedener Anwendungsbereiche weitergegeben. So konnten erste System-Prototypen entwickelt und vermarktet werden.

„Dank solcher FuE-Kooperationsprojekte sind wir in der Lage, unsere Studierenden in aktuelle Forschungsarbeiten einzubinden. So lernen sie schon während des Studiums das Wirtschaftsleben kennen und zudem ist die Arbeit an einem konkreten Projekt deutlich attraktiver, als an einem theoretischen.“

Prof. Dr.-Ing. habil. Johannes Wilden, Wissenschaftlicher Projektleiter, Hochschule Niederrhein, Kompetenzzentrum Surface Technologies Applied Research, Krefeld

„Kooperationsprojekte zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen sind immer förderlich, da so neue Produkte entwickelt werden können, die die beteiligten Unternehmen in ihrer Wettbewerbsposition stärken. In diesem Projekt konnten wir beispielsweise neue Märkte im In- und Ausland erschließen.“

Dr. Frank Schreiber, Leiter Technik und Entwicklung,DURUM Verschleißschutz GmbH, Willich

Förderung

Das Kooperationsprojekt „Entwicklung von neuen und verbesserten PTA Beschichtungen zur Substitution von Laserstrahlauftragschweißungen – 'Laser-Like'“ wurde im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), Internationale FuE-Kooperationen – 2. Deutsch-Vietnamesische Ausschreibung, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2016 gefördert. Projektträger war die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF).

Kontakt

Innovationspartner Niederrhein
Carina Culotta, Projektkoordination
Friedrichstraße 40
41460 Neuss
Telefon: 02131 9268-542
Mail: culotta@neuss.ihk.de
Internet: https://www.ihk-krefeld.de/

Kontakte zum Unternehmen:

Dr. Frank Schreiber
DURUM Verschleißschutz GmbH
Carl-Friedrich-Benz-Straße 7
47877 Willich
Tel. 02154-4837-0
info@durum.de
www.durmat.com

Prof. Dr.-Ing. habil. Johannes Wilden
Kompetenzzentrum Surface Technologies Applied Research
Hochschule Niederrhein
Reinarzstraße 49
47805 Krefeld
Tel. 02151 822-5073
Johannes.Wilden@hs-niederrhein.de
www.hs-niederrhein.de